In diesen zehn Städten tobt der Neubau-Boom


Derzeit werden in den deutschen Großstädten massiv Wohnungen gebaut. Dies sind die zehn deutschen Städte, wo die meisten Neubauwohnungen entstehen. In fünf von ihnen entstehen derzeit mehr als dreimal so viele neue Wohnungen wie noch im Jahr 2010. Die Nummer eins in Sachen Wohnungsneubau ist Berlin.

In keiner anderen deutschen Stadt wird so viel gebaut wie in Berlin. (Foto: Alexander Cahlenstein)

In keiner anderen deutschen Stadt wird so viel gebaut wie in Berlin. (Foto: Alexander Cahlenstein)

Platz 10: München

Die Bayerische Hauptstadt ist seit Jahren ganz vorne, wenn es um die Immobilienpreise geht. Doch bei der Anzahl der Neubauten von 2010 bis 2014 kommt liegt München nur auf Platz 10 hinaus. Trotz teils explodierender Miet- und Immobilienpreise wurden im vergangenen Jahr nur 7.627 neue Wohnungen gebaut.

Dies ist immer noch eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Jahr 2010, als 5.049 neue Wohnungen entstanden. Die Neubauausgaben stiegen um mehr als ein Drittel von 822,5 Millionen auf 1,1 Milliarden Euro.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes geben jedoch keinen Hinweis darauf, auf welche Preisklassen sich der Neubau-Boom auswirkt und wie der Trend aussieht.

Platz 9: Frankfurt am Main

Die Finanzmetropole Frankfurt ist hinter München und Hamburg die drittteuerste Stadt Deutschlands. Im vergangenen Jahr hat Frankfurt 525,5 Millionen Euro für neue Wohnungen ausgegeben. Mit diesem Geld konnten 3.467 neue Bleiben geschaffen werden.

Im Jahr 2010 wurden mit einer Summe von knapp 350 Millionen Euro 2.448 neue Wohnungen gebaut. Von 2010 bis 2014 stiegen die Ausgaben also um mehr als 50 Prozent.

Platz 8: Osnabrück

Im Großraum Osnabrück haben sich die Bauausgaben für Neuwohnungen innerhalb von vier Jahren von 93 auf 197,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Im Jahr 2010 wurden in Osnabrück 616 neue Wohnungen gebaut. Im vergangenen Jahr waren es 1.230.

Platz 7: Ingolstadt

In der Heimat des Autobauers Audi sind die Ausgaben für Wohnungsneubauten um satte 118,7 Prozent gestiegen. 2010 betrugen sie 88,6 Millionen, 2014 lagen sie bereits bei 193,6 Millionen Euro. Damit konnten 1362 neue Wohnungen errichtet werden – 742 mehr als 2010.

Platz 6: Hamburg

In Hamburg wurden 2014 rund 9.731 neue Wohnungen gebaut. Das sind fast dreimal so viele wie noch im Jahr 2010. Die Kosten stiegen im selben Zeitraum um 159 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.

Platz 5: Potsdam

Die brandenburgische Landeshauptstadt erlebt derzeit einen Neubau-boom. Im vergangenen Jahr wurden dort mehr als dreimal so viele Wohnungen errichtet wie noch im Jahr 2010. Die Zahl der Neuwohnungen las 2014 bei 2.554. Die Kosten lagen bei 251,1 Millionen Euro.

Platz 4: Darmstadt

In der Universitätsstadt Darmstadt wurden im vergangenen Jahr 1.118 neue Wohnungen errichtet. Das sind 248 Prozent mehr als noch 2010. Die Baukosten verdreifachten sich von 2010 bis 2014 auf 191,7 Millionen Euro.

Platz 3: Dresden

Im Vergleich zu 2010 nahm der Wohnungsneubau um 279,2 Prozent auf 3.079 zu. Die Ausgaben stiegen um 238,5 Prozent. Die Investitionen lagen 2014 bei rund 370 Millionen Euro.

Platz 2: Düsseldorf

Düsseldorf gehört zu den wenigen deutschen Großstädten, wo Wohnraum noch relativ günstig ist. Das liegt auch an den hohen Investitionen in Wohnungsneubauten. Von 2010 bis 2014 stiegen die Investitionen um 245,8 Prozent von 120,4 auf 416,5 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr wurden 2.442 neue Wohnungen gebaut.

Platz 1: Berlin

In keiner anderen Stadt der Republik wird so viel gebaut wie in Berlin. Im Jahr 2010 wurden in Berlin 3.794 neue Wohnungen gebaut. Im vergangenen Jahr waren mit 16.167 mehr als viermal so viele neue Wohnungen.

Auch die Ausgaben stiegen massiv von 565,9 Millionen auf 2,1 Milliarden Euro. Und die Investitionen werden voraussichtlich fortgesetzt. Denn jedes Jahr gewinnt Berlin rund 40.000 Einwohner.