Berliner zahlen lieber Miete, Wohneigentum unbeliebt


Wohneigentum ist in Berlin viel weniger verbreitet als in anderen deutschen Städten. Nur 15 Prozent der Berliner leben in den eigenen vier Wänden.

wohneigentum berlin

Bei den alten und neuen Berlinern ist Wohneigentum nicht sehr beliebt. (Foto: Azchael)

Wer in Berlin eine Wohnung sucht, hat es nicht leicht. Denn seit 2010 wächst die Hauptstadt jedes Jahr um rund 40.000 Menschen. Die Quote der leer stehenden Wohnungen beträgt nur noch 1,5 Prozent.

Das knappe Angebot an Wohnungen spiegelt sich auch in den Preisen wider. Die angebotenen Nettomieten sind allein im vergangenen Jahr um knapp 10 Prozent auf 8,94 Euro je Quadratmeter gestiegen.

Schwacher Trend zum Wohneigentum in Berlin

Daher überlegen immer mehr Berliner, ob es für sie nicht wirtschaftlicher sein könnte, eine Eigentumswohnung zu erwerben, berichtet die Berliner Morgenpost.

Die Wohneigentumsquote in der Hauptstadt ist seit dem Fall der Mauer deutlich gestiegen, von nur rund 10 Prozent auf aktuell rund 15 Prozent. Damit liegt sie aber immer noch weit unter den Wohneigentumsquoten anderer deutscher Großstädte:

  • München: 28 Prozent
  • Köln: 27 Prozent
  • Hamburg: 25 Prozent

Angesichts der geringen Berliner Wohneigentumsquote von nur 15 Prozent ist es nicht überraschend, dass viele Bauträger vor allem Eigentumswohnungen errichten. Den Bau von Mietwohnungen überlassen sie weitgehend den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften.

Auch Wohneigentum wird um 10 Prozent teurer

Angesichts der angespannten Lage und der historisch niedrigen Zinsen interessieren sich neben den alten und neuen Berliner auch viele Anleger aus dem In- und Ausland für den Kauf einer Immobilie in der deutschen Hauptstadt.

Daher ist hier auch der mittlere Angebotspreis für Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr um gut 10 Prozent auf 3.000 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Wer sich dennoch für den Erwerb einer Immobilie interessiert, sollte sich einen genauen Marktüberblick verschaffen. Neben der Lage spielen auch Faktoren wie der energetische Gebäudezustand eine wichtige Rolle, insbesondere beim Kauf einer Altbau-Immobilie.

Berliner Immobilien Messe (BIM) dieses Wochenende

Eine gute Gelegenheit, sich über das Angebot der Bauträger, Finanzierer und Makler zu informieren, bietet die Berliner Immobilien Messe, die am Wochenende in der Arena Berlin stattfindet (siehe unten).

Die Aussteller präsentieren mehr als 10.000 aktuelle Angebote an Wohnungen und Häusern in Berlin und der Region. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Programm an Vorträgen und Expertentipps rund um Immobilienkauf.

Am Samstag um 12:40 Uhr gibt es eine Gesprächsrunde zum Thema „Kauf einer Wohnimmobilie – Auswahl und Prüfkriterien“. Um 17:20 Uhr geht es dann speziell um die Finanzierung von Baugruppen.

Am Sonntag um 11 Uhr gibt es Informationen über „Kaufpreise von Wohnimmobilien – Einflussfaktoren Grundstücks-, Planungs- und Baukosten“. Und um 15:40 Uhr startet die Podiumsdiskussion „Der Traum von den eigenen vier Wänden – ohne Kompromisse geht es nicht“.

Infos zur Berliner Immobilien Messe (BIM)

Ort und Zeit: 16. und 17. April jeweils von 10 bis 18 Uhr in der Arena Berlin, Eichenstraße 4 in Berlin Treptow

Eintritt: Erwachsene 10 Euro, Familien (2 Erwachsene und Kinder) zusammen 15 Euro, ermäßigt 7 Euro.